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Freiburg verstärkt die Defensive

SC Freiburg holt Passauer Abwehrtalent Emma Memminger

Der SC Freiburg verstärkt sich in der Defensive mit Emma Memminger. Die 19-Jährige wechselt zur kommenden Saison von Eintracht Frankfurt nach Freiburg. Der Transfer ist offiziell; Angaben zur Vertragslaufzeit machten beide Seiten nicht.

Memminger stammt aus Dommelstadl (Gemeinde Neuburg am Inn, Landkreis Passau) und hat in der abgelaufenen Spielzeit bei Eintracht Frankfurt in der 2. Bundesliga regelmäßig Spielpraxis gesammelt: 31 Einsätze und vier Tore stehen für die Abwehrspielerin zu Buche. Freiburg verpflichtet damit eine junge Spielerin, die bereits in einem leistungsnahen Umfeld Verantwortung übernehmen musste – und die zugleich als entwicklungsfähige Option für die Bundesliga eingeplant ist.

Freiburg setzt auf Flexibilität in der Abwehr

Sportlich ist der Schritt vor allem über Memmingers Profil zu erklären: Sie kann auf beiden Außenbahnen in der Abwehr eingesetzt werden. Gerade diese beidseitige Verwendbarkeit ist in der Kaderplanung ein wertvoller Hebel – weil sie personelle Ausfälle abfedern kann, aber auch, weil sie der sportlichen Leitung im Saisonverlauf verschiedene Rollen ermöglicht, ohne das Grundgefüge der Defensive jedes Mal neu bauen zu müssen.

SC-Bereichsleiterin Birgit Bauer-Schick zeichnete in der Vereinsmitteilung genau dieses Bild. Memminger sei trotz ihres jungen Alters eine „souveräne und abgeklärte“ Spielerin; ihre Einsatzmöglichkeiten auf beiden Abwehrseiten würden dem Team zusätzliche Optionen geben. Freiburg beschreibt den Transfer damit weniger als kurzfristige Reparatur, sondern als gezielte Verstärkung mit Perspektive – eine Spielerin, die sofort konkurrenzfähig sein soll, sich aber zugleich in einem Bundesliga-Umfeld weiterentwickeln kann.

Belastbare Spielpraxis als Argument

31 Pflichtspiele in einer Saison sind für eine 19-Jährige ein deutlicher Hinweis auf körperliche Stabilität, Lernkurve und Vertrauen der Trainer – drei Faktoren, die bei der Bewertung von Außenverteidigerinnen besonders ins Gewicht fallen. Dass Memminger dabei vier Tore beisteuerte, ist ein zusätzlicher Fingerzeig: Freiburg bekommt nicht nur eine Defensivkraft, sondern eine Spielerin, die in Umschaltmomenten und bei Offensivaktionen Akzente setzen kann. Für ein Team, das auf Außen häufig Dynamik über Laufwege und Flankenläufe erzeugen will, ist das mehr als eine Randnotiz.

Erfahrung aus dem DFB-Nachwuchs

Hinzu kommen Einsätze für die deutschen U15-, U17- und U19-Nationalteams. Solche Stationen sind nicht automatisch ein Qualitätsstempel für die Bundesliga – sie zeigen aber, dass Memminger über Jahre in Auswahlstrukturen gefordert wurde, in denen taktische Schulung, Spieltempo und Konkurrenzdruck über dem Vereinsalltag vieler Nachwuchsteams liegen. Für Freiburg passt das in ein Muster: Talente zu holen, die bereits eine hohe Trainings- und Spielintensität kennen, und ihnen im nächsten Schritt ein stabiles Umfeld für die Entwicklung zu geben.

Schneller Aufstieg – und der nächste Schritt

Memminger war erst im Sommer 2024 vom 1. FC Passau zu Eintracht Frankfurt gewechselt, nun folgt der Sprung zum SC Freiburg. Der Karriereweg ist klar erkennbar: vom regionalen Fußball über die 2. Bundesliga in ein Bundesliga-Setting.

Memminger selbst verbindet den Wechsel ausdrücklich mit dem nächsten Entwicklungsschritt: „Ich freue mich auf meine nächsten Schritte in den Profifußball und die damit verbundenen Herausforderungen. Der SC Freiburg ist ein Traditionsverein mit einem guten Ruf und hat mir tolle Bedingungen für meinen weiteren Weg aufgezeigt. Hier möchte ich mich persönlich und fußballerisch weiterentwickeln und dem Team bestmöglich helfen.“

Für Freiburg ist die Verpflichtung damit zugleich Gegenwart und Investition: Eine Außenverteidigerin, die bereits belastbare Einsatzminuten vorweisen kann, flexibel einsetzbar ist und aus dem DFB-Nachwuchs kommt – und die nun den Sprung in den Bundesliga-Alltag schaffen soll.

Häufig gestellte Fragen

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