Römermuseum Kastell Boiotro
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Passau

Lederergasse 43-45, 94032 Passau, Deutschland

Römermuseum Kastell Boiotro | Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Das Römermuseum Kastell Boiotro in der Passauer Innstadt verbindet auf einzigartige Weise sichtbare Originalsubstanz aus der Spätantike mit moderner Museumspraxis. Im Kellergeschoss liegen die Mauern des spätrömischen Kastells, oben führen 600 Exponate, digitale Rekonstruktionen, Modelle und Audioguides durch vier Jahrhunderte römischer Geschichte an Donau und Inn. Seit 2021 sind die Reste des Kastells Teil des transnationalen UNESCO-Welterbes Donaulimes – ein starkes Qualitätsmerkmal für Geschichtsinteressierte, Familien und Schulklassen. Für den Besuch wichtig: Das Museum arbeitet mit fester Saison (1. März bis 15. November), ist dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet und bietet mit familienfreundlichen Eintrittspreisen einen unkomplizierten Zugang. Die Lage in der Lederergasse 43–45 macht es leicht erreichbar – zu Fuß über Brücken aus der Altstadt, mit Bus und CityBus sowie mit Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Innstadt. Wer antike Mauern aus nächster Nähe erleben möchte, findet hier einen lebendigen, kompakten Ort mit Innen- und Außenbereichen, Römergarten und regelmäßigem Programm.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Tickets: Was Sie für Ihren Besuch wissen sollten

Das Römermuseum öffnet seine Türen saisonal: Von 1. März bis 15. November ist es dienstags bis sonntags jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr zugänglich. Der Montag ist regulärer Schließtag, was sich in vielen Museen bewährt hat, um Pflege-, Programm- und Umbauarbeiten zu erledigen. Innerhalb der Saison plant die Stadt Passau wiederkehrende Programmpunkte: Neben der Dauerausstellung werden Sonderausstellungen ausgerichtet, oftmals flankiert von Führungen, Themenformaten und Aktionstagen wie dem Internationalen Museumstag im Mai oder dem UNESCO-Welterbetag im Juni. In den besucherfreundlichen Öffnungszeiten spielt die kompakte Ausstellungsfläche dem entspannten Erlebnis in die Hände: Wer zielgerichtet kommt, schafft den Rundgang in rund einer Stunde; wer intensiver eintauchen möchte, bleibt dank Audioguide, Touchscreens und Modellen gut zwei Stunden im Haus und ergänzt den Besuch draußen im Römergarten. Preislich ist der Eintritt bewusst niedrigschwellig gehalten: Erwachsene zahlen 5 Euro, ermäßigte Tickets kosten 3 Euro. Für Schulklassen nennt die Stadt 2 Euro pro Person. Familien profitieren von zwei Varianten: Familienkarte I (ein Erwachsener) 5 Euro und Familienkarte II (zwei Erwachsene) 10 Euro. Das macht den Museumsbesuch planbar und preiswert – gerade im Familienverbund oder in Gruppen. Hinweise zu Sonderöffnungen rund um die Weihnachtszeit veröffentlicht die Stadt Passau jeweils aktuell; wer außerhalb der Saison in der Region ist, schaut daher am besten vorab in die offiziellen Meldungen. Für Führungen – etwa Kuratorenführungen in Sonderausstellungen oder Familienführungen – können zusätzlich kleine Teilnahmegebühren anfallen; eine vorherige Anmeldung ist bei begrenzten Plätzen üblich. Tipp: Wer einen reibungslosen Start wünscht, kommt kurz nach Öffnung; die Vormittagsstunden sind oft ruhiger, und man hat im Untergeschoss an den Originalmauern mehr Zeit für Fotos und Detailblicke.

Anfahrt zur Innstadt, Parken und ÖPNV: So erreichen Sie das Museum bequem

Die Innstadt liegt gegenüber der Altstadt auf der rechten Innseite. Das Römermuseum befindet sich an der Adresse Lederergasse 43–45, 94032 Passau. Wer mit dem Auto anreist, profitiert vom Passauer Parkleitsystem, das freie Kapazitäten in Echtzeit weist und zügig zu Parkhäusern führt. Besonders praktisch für den Museumsbesuch ist das Parkhaus Innstadt in der Jahnstraße 1: Es liegt nahe dem Römermuseum, bietet Stellplätze – inklusive Behindertenparkplätzen – und verfügt nach Angaben der Stadtwerke über Ladepunkte für E-Autos. Im Altstadtbereich sind die Tiefgarage Römerplatz sowie das Parkhaus Bahnhofstraße zentrale Alternativen mit hoher Stellplatzzahl; letzteres ist gut an den CityBus angebunden, der Altstadtpunkte wie den ZOB, den Römerplatz und die Salvatorkirche anfährt. In den Parkhäusern der Stadtwerke wurde 2025 auf ein digitales, ticketloses System mit Kennzeichenerfassung umgestellt; die Bezahlung kann komfortabel, teils auch via Parkster-App, abgewickelt werden. Wer aus dem Altstadtbereich zu Fuß kommt, wählt den Weg über Innbrücke oder Innsteg; beide Verbindungen bieten Ausblicke auf die Silhouette der Altstadt und führen in wenigen Minuten in die Innstadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Innstadt durch das Stadtbusnetz erschlossen; die Linien 3 und 4 bedienen den Stadtteil und binden ihn an ZOB und weitere Knoten an. Je nach Fahrplan und Tageszeit eignen sich Haltestellen wie Jahnstraße oder Kirchenplatz als Ausgangspunkt für den kurzen Fußweg. Seit Dezember 2025 verkehrt der CityBus zwischen Parkhaus Bahnhofstraße, ZOB, Römerplatz und Salvatorkirche in angepassten Takten; für die letzte Etappe Richtung Lederergasse ist ein kurzer Spaziergang durch die Innstadtgassen ideal. Wer mit dem Fahrrad kommt, nutzt die Einstiege am Donauradweg; die Innstadt liegt unmittelbar an der Route. Bitte beachten: Bei städtischen Veranstaltungen können zeitweise Sperrungen bestimmter Garagen- oder Zufahrtsbereiche gelten; kurzfristige Hinweise geben Stadt und Stadtwerke bekannt. Für Menschen mit Behinderung ist der öffentliche Behindertenparkplatz am Gebäude Jahnstraße 1 explizit ausgewiesen; von dort ist der Weg zum Museum kurz und eben.

Ausstellung, Highlights und UNESCO-Kontext: Originalmauern, 600 Objekte und digitale Rekonstruktionen

Das Herzstück des Museums schlägt im Kellergeschoss: Hier sind Teile der westlichen Kastellmauer des spätrömischen Kastells Boiotro in situ zugänglich. Der Blick auf die massive Mauerstruktur macht die Monumentalität des militärischen Bauwerks greifbar. Ein Kinoraum zeigt einen etwa 13-minütigen Film mit virtueller Rekonstruktion, der das römische Passau im Überblick vor Augen führt – vom Militärstandort an der Grenze bis zu zivilem Leben in Boiodurum. Zwischen den Ebenen begleitet ein kostenloser Audioguide (für Erwachsene und Kinder) den Rundgang. Digitale Medien – darunter Touchscreens und Lichtinstallation – erleichtern die Orientierung und verknüpfen Fundorte, Fundstücke und schriftliche Überlieferungen. Insgesamt etwa 600 Exponate erzählen vom Alltag an der nördlichen Reichsgrenze: von Terra-Sigillata-Importen und regionaler Produktion über Handel, Zollwesen, Weinhandel bis zu militärischer Ausrüstung, Tracht und Schmuck. Ein großformatiges Modell des Kastells mit der Zivilsiedlung Boiodurum macht die Verzahnung von Militär und Zivilgesellschaft plastisch. Die UNESCO-Welterbe-Eintragung „Donaulimes (westlicher Abschnitt)“ im Jahr 2021 unterstreicht den internationalen Rang des Ortes; sie umfasst zahlreiche römische Militäranlagen entlang der Donau, zu denen die im Museum sichtbaren Mauern zählen. Im Freigelände sind Teile des Kastellgrundrisses rekonstruiert – ein unregelmäßiges Trapez mit fächerförmigen Turmumrissen –, sodass Besuchende Form und Lagebezug des Lagers im Stadtraum nachvollziehen können. Der Römergarten knüpft an antike Kulturen von Nutzpflanzen und Kräutern an, veranschaulicht den Wandel der Ernährung und zeigt, welche Pflanzen – etwa Tomaten, Paprika, Kartoffeln oder Mais – erst in der Neuzeit nach Europa kamen und zu heutigen Küchenstandards wurden. Sonderausstellungen setzen jährlich thematische Akzente; 2025 rückte anlässlich „50 Jahre Entdeckung Kastell Boiotro“ die Wiederentdeckung ab 1974, die Grabungen in der Lederergasse und neue Funde – darunter erstmals gezeigte Objekte und ein seltenes Ziegelplattengrab – in den Fokus. Begleitprogramme wie Führungen am Internationalen Museumstag oder zum UNESCO-Welterbetag ergänzten die Schau und holten Reenactment-Gruppen und Fachleute in den Dialog mit dem Publikum.

Familien, Barrierefreiheit und Services: Angebote für Groß und Klein

Das Haus ist bewusst familienfreundlich konzipiert: Ein kostenloser Audioguide für Kinder, ein Römerquiz und antike Brettspiele motivieren zum Mitmachen. Haptische Stationen helfen, Materialien, Werkzeuge und Alltagsgegenstände aus der Römerzeit sinnlich zu erfahren. Für Schulklassen und Gruppen bietet das Museum buchbare Programme und Führungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an; Terminwünsche nimmt das Team telefonisch unter der Museumsnummer oder per E-Mail entgegen. Im Shop finden sich neben Fachliteratur kindgerechte Bücher und kleine Mitbringsel – von Replikaten bis zu Spielen –, die den Museumsbesuch verlängern. Was die Barrierefreiheit betrifft, gilt aufgrund der Baugeschichte eine wichtige Einschränkung: Das spätmittelalterliche Gebäude mit seinen Treppen ist im Innenraum nicht rollstuhlgerecht. Der Außenbereich (Römergarten, rekonstruierte Kastellteile) ist hingegen mit dem Rollstuhl zugänglich; für den Besuch empfiehlt sich eine Begleitperson. Öffentlich ausgewiesene Behindertenparkplätze befinden sich in direkter Nähe, unter anderem am Gebäude Jahnstraße 1. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigung werden zu Aktionstagen teils Angebote mit Gebärdensprachdolmetschung angekündigt. Familienführungen und Kuratorenführungen verstärken den Dialog; wer tiefere Einblicke wünscht, achtet in den städtischen Meldungen auf die Ankündigungen und reserviert frühzeitig, da die Plätze begrenzt sind. Praktisch für alle: Die kompakte Größe erleichtert den Besuch mit Kindern oder in Mehrgenerationengruppen; man bleibt flexibel für Pausen im Freien oder für einen Abstecher zum nahegelegenen Innsteg, der den Blick auf Altstadt und Inn bietet. Für internationale Gäste stellt Passau Tourismus Informationen auch in englischer Sprache bereit; dort sind Adresse, Saisonzeiten, Zugänge und Hinweise zur Erreichbarkeit zusammengefasst.

Bewertungen, Besuchstipps und „Wettertauglichkeit“: So holen Sie das Maximum aus Ihrem Museumsbesuch

Gästestimmen heben immer wieder die ungewöhnliche Kombination hervor: Originalmauern im Untergeschoss, ein stimmiges Ausstellungskonzept mit attraktiver Präsentationstechnik und die kompakten Wege zwischen Innen- und Außenstationen. Viele empfehlen, den Orientierungsfilm am Anfang einzuplanen, um anschließend die Exponate gezielt zu erschließen. Wer das Museum mit Kindern besucht, sollte Zeit für Römerquiz, Spielstationen und den Garten einrechnen – ein gelungener Mix aus Lernen und Erleben. Das Museum eignet sich ausdrücklich für jedes Wetter: Bei Regen und Kälte bietet der Innenraum mit seinen digitalen Medien und Modellen ein rundes Programm; bei Sonne locken die Freiflächen, die Rekonstruktionen und die kurzen Wege zu Innsteg, Stadtmauer und Kirche St. Severin. Für Foto-Fans lohnt sich morgens das Untergeschoss, wenn weniger Andrang herrscht, und der Garten am frühen Nachmittag, wenn das Licht die rekonstruierte Kastellsilhouette modelliert. Wer mobil per Auto unterwegs ist, prüft die aktuelle Belegung der Parkhäuser über das Leitsystem und nutzt das nahe Parkhaus Innstadt; E-Mobilisten laden an ausgewiesenen Stationen der Stadtwerke. Busreisende orientieren sich am ZOB und an den Linien 3/4 zur Innstadt sowie am CityBus, der Altstadt-Knoten verbindet. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität empfiehlt sich die Anfahrt über Jahnstraße 1, wo öffentliche Behindertenparkplätze ausgewiesen sind, und die Nutzung des barrierearmen Freigeländes. Generell zahlt es sich aus, die Sonderausstellungen zu berücksichtigen: Sie bringen regelmäßig neue Perspektiven, erstmals gezeigte Funde und thematische Vertiefungen. An Aktionstagen wie dem Internationalen Museumstag (Mai) ist der Eintritt häufig frei und das Führungsprogramm vielfältig – eine gute Gelegenheit für Erstbesucherinnen und Erstbesucher. Wer im Hochsommer kommt, profitiert von den kühleren Innenräumen; an Wintertagen außerhalb der Saison lohnt der Blick in die städtischen Hinweise, ob Sonderöffnungen stattfinden. Und noch ein Tipp: In der Umgebung liegen das Severinstor und die mittelalterliche Stadtmauer – authentische Kulissen, die den Wandel vom römischen Militärstandort zur mittelalterlichen Stadtstruktur anschaulich machen.

Geschichte und Umfeld: Vom spätrömischen Grenzort zum UNESCO-Welterbe

Der römische Militärstandort im Passauer Raum prägte über Jahrhunderte das Leben an Donau und Inn. Das Kastell Boiotro entstand in spätantiker Zeit – die Quellen nennen den Namen im Zusammenhang mit der Vita des Heiligen Severin, der im späten 5. Jahrhundert in den Ruinen ein kleines Kloster gegründet haben soll. Archäologisch sichtbar ist heute vor allem die westliche Kastellmauer; sie liegt im Fundamentbereich des spätmittelalterlichen Hauses, das das Museum beherbergt. Die Topografie der Anlage lässt sich im Freigelände nachvollziehen: Der rekonstruierte Grundriss zeigt ein unregelmäßiges Trapez, dessen Turmmehrungen fächerförmig ausgreifen. Mit der Wiederentdeckung der Mauern ab 1974 – ausgelöst durch Baumaßnahmen – begann eine neue Phase der Stadtarchäologie in Passau. Seither werden Funde und Befunde systematisch ausgewertet, in die Dauerausstellung integriert und in Sonderausstellungen in einen größeren Kontext gestellt, der von der vorrömischen Besiedlung bis ins hohe Mittelalter reicht. Die UNESCO-Welterbeinschreibung des westlichen Donaulimes im Jahr 2021 bringt diesen Ort in ein internationales Netzwerk spätantiker Militärarchitektur; sie würdigt nicht nur die erhaltene Substanz, sondern auch die hohe Aussagekraft der Anlage für Grenzsicherung, Kommunikation und Austausch zwischen den Provinzen. In der näheren Umgebung lassen sich mehrere historische Stationen verbinden: Der Innsteg – eine elegante Fuß- und Radbrücke – öffnet Panoramaachsen zur Altstadt; das Severinstor und Teile der Stadtmauer liegen unweit der Lederergasse; die Kirche St. Severin gilt mit ihrem Mauerwerk aus dem 13. Jahrhundert als die älteste erhaltene Kirche der Stadt. Wer diesen Stadtraum zu Fuß erkundet, spürt, wie römisches, mittelalterliches und modernes Passau ineinandergreifen – genau jene „Brücken zur Vergangenheit“, die das Museum in seinen Texten und Medien akzentuiert. Dass das Museum zugleich ein Lernort ist, zeigt das Spektrum an Vermittlungsformaten: vom kostenlosen Audioguide über interaktive Medienstationen bis zu Werkstattangeboten für Kinder und Schulklassen. So wird das Römermuseum zum Knotenpunkt zwischen Forschung, Denkmalpflege und kultureller Bildung – und zum idealen Ausgangspunkt, die Innstadt und ihre Schichten weiterzuentdecken.

Quellen:

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Römermuseum Kastell Boiotro | Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Das Römermuseum Kastell Boiotro in der Passauer Innstadt verbindet auf einzigartige Weise sichtbare Originalsubstanz aus der Spätantike mit moderner Museumspraxis. Im Kellergeschoss liegen die Mauern des spätrömischen Kastells, oben führen 600 Exponate, digitale Rekonstruktionen, Modelle und Audioguides durch vier Jahrhunderte römischer Geschichte an Donau und Inn. Seit 2021 sind die Reste des Kastells Teil des transnationalen UNESCO-Welterbes Donaulimes – ein starkes Qualitätsmerkmal für Geschichtsinteressierte, Familien und Schulklassen. Für den Besuch wichtig: Das Museum arbeitet mit fester Saison (1. März bis 15. November), ist dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet und bietet mit familienfreundlichen Eintrittspreisen einen unkomplizierten Zugang. Die Lage in der Lederergasse 43–45 macht es leicht erreichbar – zu Fuß über Brücken aus der Altstadt, mit Bus und CityBus sowie mit Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Innstadt. Wer antike Mauern aus nächster Nähe erleben möchte, findet hier einen lebendigen, kompakten Ort mit Innen- und Außenbereichen, Römergarten und regelmäßigem Programm.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Tickets: Was Sie für Ihren Besuch wissen sollten

Das Römermuseum öffnet seine Türen saisonal: Von 1. März bis 15. November ist es dienstags bis sonntags jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr zugänglich. Der Montag ist regulärer Schließtag, was sich in vielen Museen bewährt hat, um Pflege-, Programm- und Umbauarbeiten zu erledigen. Innerhalb der Saison plant die Stadt Passau wiederkehrende Programmpunkte: Neben der Dauerausstellung werden Sonderausstellungen ausgerichtet, oftmals flankiert von Führungen, Themenformaten und Aktionstagen wie dem Internationalen Museumstag im Mai oder dem UNESCO-Welterbetag im Juni. In den besucherfreundlichen Öffnungszeiten spielt die kompakte Ausstellungsfläche dem entspannten Erlebnis in die Hände: Wer zielgerichtet kommt, schafft den Rundgang in rund einer Stunde; wer intensiver eintauchen möchte, bleibt dank Audioguide, Touchscreens und Modellen gut zwei Stunden im Haus und ergänzt den Besuch draußen im Römergarten. Preislich ist der Eintritt bewusst niedrigschwellig gehalten: Erwachsene zahlen 5 Euro, ermäßigte Tickets kosten 3 Euro. Für Schulklassen nennt die Stadt 2 Euro pro Person. Familien profitieren von zwei Varianten: Familienkarte I (ein Erwachsener) 5 Euro und Familienkarte II (zwei Erwachsene) 10 Euro. Das macht den Museumsbesuch planbar und preiswert – gerade im Familienverbund oder in Gruppen. Hinweise zu Sonderöffnungen rund um die Weihnachtszeit veröffentlicht die Stadt Passau jeweils aktuell; wer außerhalb der Saison in der Region ist, schaut daher am besten vorab in die offiziellen Meldungen. Für Führungen – etwa Kuratorenführungen in Sonderausstellungen oder Familienführungen – können zusätzlich kleine Teilnahmegebühren anfallen; eine vorherige Anmeldung ist bei begrenzten Plätzen üblich. Tipp: Wer einen reibungslosen Start wünscht, kommt kurz nach Öffnung; die Vormittagsstunden sind oft ruhiger, und man hat im Untergeschoss an den Originalmauern mehr Zeit für Fotos und Detailblicke.

Anfahrt zur Innstadt, Parken und ÖPNV: So erreichen Sie das Museum bequem

Die Innstadt liegt gegenüber der Altstadt auf der rechten Innseite. Das Römermuseum befindet sich an der Adresse Lederergasse 43–45, 94032 Passau. Wer mit dem Auto anreist, profitiert vom Passauer Parkleitsystem, das freie Kapazitäten in Echtzeit weist und zügig zu Parkhäusern führt. Besonders praktisch für den Museumsbesuch ist das Parkhaus Innstadt in der Jahnstraße 1: Es liegt nahe dem Römermuseum, bietet Stellplätze – inklusive Behindertenparkplätzen – und verfügt nach Angaben der Stadtwerke über Ladepunkte für E-Autos. Im Altstadtbereich sind die Tiefgarage Römerplatz sowie das Parkhaus Bahnhofstraße zentrale Alternativen mit hoher Stellplatzzahl; letzteres ist gut an den CityBus angebunden, der Altstadtpunkte wie den ZOB, den Römerplatz und die Salvatorkirche anfährt. In den Parkhäusern der Stadtwerke wurde 2025 auf ein digitales, ticketloses System mit Kennzeichenerfassung umgestellt; die Bezahlung kann komfortabel, teils auch via Parkster-App, abgewickelt werden. Wer aus dem Altstadtbereich zu Fuß kommt, wählt den Weg über Innbrücke oder Innsteg; beide Verbindungen bieten Ausblicke auf die Silhouette der Altstadt und führen in wenigen Minuten in die Innstadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Innstadt durch das Stadtbusnetz erschlossen; die Linien 3 und 4 bedienen den Stadtteil und binden ihn an ZOB und weitere Knoten an. Je nach Fahrplan und Tageszeit eignen sich Haltestellen wie Jahnstraße oder Kirchenplatz als Ausgangspunkt für den kurzen Fußweg. Seit Dezember 2025 verkehrt der CityBus zwischen Parkhaus Bahnhofstraße, ZOB, Römerplatz und Salvatorkirche in angepassten Takten; für die letzte Etappe Richtung Lederergasse ist ein kurzer Spaziergang durch die Innstadtgassen ideal. Wer mit dem Fahrrad kommt, nutzt die Einstiege am Donauradweg; die Innstadt liegt unmittelbar an der Route. Bitte beachten: Bei städtischen Veranstaltungen können zeitweise Sperrungen bestimmter Garagen- oder Zufahrtsbereiche gelten; kurzfristige Hinweise geben Stadt und Stadtwerke bekannt. Für Menschen mit Behinderung ist der öffentliche Behindertenparkplatz am Gebäude Jahnstraße 1 explizit ausgewiesen; von dort ist der Weg zum Museum kurz und eben.

Ausstellung, Highlights und UNESCO-Kontext: Originalmauern, 600 Objekte und digitale Rekonstruktionen

Das Herzstück des Museums schlägt im Kellergeschoss: Hier sind Teile der westlichen Kastellmauer des spätrömischen Kastells Boiotro in situ zugänglich. Der Blick auf die massive Mauerstruktur macht die Monumentalität des militärischen Bauwerks greifbar. Ein Kinoraum zeigt einen etwa 13-minütigen Film mit virtueller Rekonstruktion, der das römische Passau im Überblick vor Augen führt – vom Militärstandort an der Grenze bis zu zivilem Leben in Boiodurum. Zwischen den Ebenen begleitet ein kostenloser Audioguide (für Erwachsene und Kinder) den Rundgang. Digitale Medien – darunter Touchscreens und Lichtinstallation – erleichtern die Orientierung und verknüpfen Fundorte, Fundstücke und schriftliche Überlieferungen. Insgesamt etwa 600 Exponate erzählen vom Alltag an der nördlichen Reichsgrenze: von Terra-Sigillata-Importen und regionaler Produktion über Handel, Zollwesen, Weinhandel bis zu militärischer Ausrüstung, Tracht und Schmuck. Ein großformatiges Modell des Kastells mit der Zivilsiedlung Boiodurum macht die Verzahnung von Militär und Zivilgesellschaft plastisch. Die UNESCO-Welterbe-Eintragung „Donaulimes (westlicher Abschnitt)“ im Jahr 2021 unterstreicht den internationalen Rang des Ortes; sie umfasst zahlreiche römische Militäranlagen entlang der Donau, zu denen die im Museum sichtbaren Mauern zählen. Im Freigelände sind Teile des Kastellgrundrisses rekonstruiert – ein unregelmäßiges Trapez mit fächerförmigen Turmumrissen –, sodass Besuchende Form und Lagebezug des Lagers im Stadtraum nachvollziehen können. Der Römergarten knüpft an antike Kulturen von Nutzpflanzen und Kräutern an, veranschaulicht den Wandel der Ernährung und zeigt, welche Pflanzen – etwa Tomaten, Paprika, Kartoffeln oder Mais – erst in der Neuzeit nach Europa kamen und zu heutigen Küchenstandards wurden. Sonderausstellungen setzen jährlich thematische Akzente; 2025 rückte anlässlich „50 Jahre Entdeckung Kastell Boiotro“ die Wiederentdeckung ab 1974, die Grabungen in der Lederergasse und neue Funde – darunter erstmals gezeigte Objekte und ein seltenes Ziegelplattengrab – in den Fokus. Begleitprogramme wie Führungen am Internationalen Museumstag oder zum UNESCO-Welterbetag ergänzten die Schau und holten Reenactment-Gruppen und Fachleute in den Dialog mit dem Publikum.

Familien, Barrierefreiheit und Services: Angebote für Groß und Klein

Das Haus ist bewusst familienfreundlich konzipiert: Ein kostenloser Audioguide für Kinder, ein Römerquiz und antike Brettspiele motivieren zum Mitmachen. Haptische Stationen helfen, Materialien, Werkzeuge und Alltagsgegenstände aus der Römerzeit sinnlich zu erfahren. Für Schulklassen und Gruppen bietet das Museum buchbare Programme und Führungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an; Terminwünsche nimmt das Team telefonisch unter der Museumsnummer oder per E-Mail entgegen. Im Shop finden sich neben Fachliteratur kindgerechte Bücher und kleine Mitbringsel – von Replikaten bis zu Spielen –, die den Museumsbesuch verlängern. Was die Barrierefreiheit betrifft, gilt aufgrund der Baugeschichte eine wichtige Einschränkung: Das spätmittelalterliche Gebäude mit seinen Treppen ist im Innenraum nicht rollstuhlgerecht. Der Außenbereich (Römergarten, rekonstruierte Kastellteile) ist hingegen mit dem Rollstuhl zugänglich; für den Besuch empfiehlt sich eine Begleitperson. Öffentlich ausgewiesene Behindertenparkplätze befinden sich in direkter Nähe, unter anderem am Gebäude Jahnstraße 1. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigung werden zu Aktionstagen teils Angebote mit Gebärdensprachdolmetschung angekündigt. Familienführungen und Kuratorenführungen verstärken den Dialog; wer tiefere Einblicke wünscht, achtet in den städtischen Meldungen auf die Ankündigungen und reserviert frühzeitig, da die Plätze begrenzt sind. Praktisch für alle: Die kompakte Größe erleichtert den Besuch mit Kindern oder in Mehrgenerationengruppen; man bleibt flexibel für Pausen im Freien oder für einen Abstecher zum nahegelegenen Innsteg, der den Blick auf Altstadt und Inn bietet. Für internationale Gäste stellt Passau Tourismus Informationen auch in englischer Sprache bereit; dort sind Adresse, Saisonzeiten, Zugänge und Hinweise zur Erreichbarkeit zusammengefasst.

Bewertungen, Besuchstipps und „Wettertauglichkeit“: So holen Sie das Maximum aus Ihrem Museumsbesuch

Gästestimmen heben immer wieder die ungewöhnliche Kombination hervor: Originalmauern im Untergeschoss, ein stimmiges Ausstellungskonzept mit attraktiver Präsentationstechnik und die kompakten Wege zwischen Innen- und Außenstationen. Viele empfehlen, den Orientierungsfilm am Anfang einzuplanen, um anschließend die Exponate gezielt zu erschließen. Wer das Museum mit Kindern besucht, sollte Zeit für Römerquiz, Spielstationen und den Garten einrechnen – ein gelungener Mix aus Lernen und Erleben. Das Museum eignet sich ausdrücklich für jedes Wetter: Bei Regen und Kälte bietet der Innenraum mit seinen digitalen Medien und Modellen ein rundes Programm; bei Sonne locken die Freiflächen, die Rekonstruktionen und die kurzen Wege zu Innsteg, Stadtmauer und Kirche St. Severin. Für Foto-Fans lohnt sich morgens das Untergeschoss, wenn weniger Andrang herrscht, und der Garten am frühen Nachmittag, wenn das Licht die rekonstruierte Kastellsilhouette modelliert. Wer mobil per Auto unterwegs ist, prüft die aktuelle Belegung der Parkhäuser über das Leitsystem und nutzt das nahe Parkhaus Innstadt; E-Mobilisten laden an ausgewiesenen Stationen der Stadtwerke. Busreisende orientieren sich am ZOB und an den Linien 3/4 zur Innstadt sowie am CityBus, der Altstadt-Knoten verbindet. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität empfiehlt sich die Anfahrt über Jahnstraße 1, wo öffentliche Behindertenparkplätze ausgewiesen sind, und die Nutzung des barrierearmen Freigeländes. Generell zahlt es sich aus, die Sonderausstellungen zu berücksichtigen: Sie bringen regelmäßig neue Perspektiven, erstmals gezeigte Funde und thematische Vertiefungen. An Aktionstagen wie dem Internationalen Museumstag (Mai) ist der Eintritt häufig frei und das Führungsprogramm vielfältig – eine gute Gelegenheit für Erstbesucherinnen und Erstbesucher. Wer im Hochsommer kommt, profitiert von den kühleren Innenräumen; an Wintertagen außerhalb der Saison lohnt der Blick in die städtischen Hinweise, ob Sonderöffnungen stattfinden. Und noch ein Tipp: In der Umgebung liegen das Severinstor und die mittelalterliche Stadtmauer – authentische Kulissen, die den Wandel vom römischen Militärstandort zur mittelalterlichen Stadtstruktur anschaulich machen.

Geschichte und Umfeld: Vom spätrömischen Grenzort zum UNESCO-Welterbe

Der römische Militärstandort im Passauer Raum prägte über Jahrhunderte das Leben an Donau und Inn. Das Kastell Boiotro entstand in spätantiker Zeit – die Quellen nennen den Namen im Zusammenhang mit der Vita des Heiligen Severin, der im späten 5. Jahrhundert in den Ruinen ein kleines Kloster gegründet haben soll. Archäologisch sichtbar ist heute vor allem die westliche Kastellmauer; sie liegt im Fundamentbereich des spätmittelalterlichen Hauses, das das Museum beherbergt. Die Topografie der Anlage lässt sich im Freigelände nachvollziehen: Der rekonstruierte Grundriss zeigt ein unregelmäßiges Trapez, dessen Turmmehrungen fächerförmig ausgreifen. Mit der Wiederentdeckung der Mauern ab 1974 – ausgelöst durch Baumaßnahmen – begann eine neue Phase der Stadtarchäologie in Passau. Seither werden Funde und Befunde systematisch ausgewertet, in die Dauerausstellung integriert und in Sonderausstellungen in einen größeren Kontext gestellt, der von der vorrömischen Besiedlung bis ins hohe Mittelalter reicht. Die UNESCO-Welterbeinschreibung des westlichen Donaulimes im Jahr 2021 bringt diesen Ort in ein internationales Netzwerk spätantiker Militärarchitektur; sie würdigt nicht nur die erhaltene Substanz, sondern auch die hohe Aussagekraft der Anlage für Grenzsicherung, Kommunikation und Austausch zwischen den Provinzen. In der näheren Umgebung lassen sich mehrere historische Stationen verbinden: Der Innsteg – eine elegante Fuß- und Radbrücke – öffnet Panoramaachsen zur Altstadt; das Severinstor und Teile der Stadtmauer liegen unweit der Lederergasse; die Kirche St. Severin gilt mit ihrem Mauerwerk aus dem 13. Jahrhundert als die älteste erhaltene Kirche der Stadt. Wer diesen Stadtraum zu Fuß erkundet, spürt, wie römisches, mittelalterliches und modernes Passau ineinandergreifen – genau jene „Brücken zur Vergangenheit“, die das Museum in seinen Texten und Medien akzentuiert. Dass das Museum zugleich ein Lernort ist, zeigt das Spektrum an Vermittlungsformaten: vom kostenlosen Audioguide über interaktive Medienstationen bis zu Werkstattangeboten für Kinder und Schulklassen. So wird das Römermuseum zum Knotenpunkt zwischen Forschung, Denkmalpflege und kultureller Bildung – und zum idealen Ausgangspunkt, die Innstadt und ihre Schichten weiterzuentdecken.

Quellen:

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Frequently Asked Questions

Reviews

TE

Tennisgrufti

13. August 2025

An interesting and unusual museum in the Passau Innstadt (not the city center!), located on the foundations of an old Roman fort. In the basement, the exposed wall remnants can be admired through the open staircase. With the latest presentation technology, everyday life in a Roman garrison town and in the Roman Empire in general is made experienceable from different perspectives, and a 13-minute film provides a quick orientation at the beginning. Also suitable for children. In the lovingly designed garden, more foundations can be viewed. Directly opposite the museum runs the medieval city wall of the Innstadt, which should not be missed. Parking is available, but the short walk over the Inn Bridge is more recommended, from which the Passau old town presents itself very photogenically.

HE

Hebby1

14. June 2025

The museum is mainly dedicated to the Romans, but I liked the artifacts from the Stone, Bronze, and Iron Ages the most. The find from the seminar garden with Celtic pieces and a Gothic key figure was nice to see.

EH

Evelyn Heintschel von Heinegg

20. July 2025

Highly recommended. A varied, lovingly designed, and educational exhibition.

PM

Patricia Marusa

23. September 2025

We were here today and visited this museum. We were greeted very warmly and everything was explained to us thoroughly. It's a real experience to stroll through history. The house was built over the excavations, and all the exhibited items were found on site in Passau. It's worth visiting the Roman history if you're in the city. Thank you for the great experience.

HD

Herbert Droste

22. September 2025

A very interesting museum, very informative, very educational. The entire facility is clean and tidy. Not located directly in the city center, but still easily accessible. Parking is available. The garden is also very lovingly designed, especially the labeling of the plants. Everything is top-notch.